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Einladung zum Vorstellungsgespräch

Nachdem ich einige große Verpackungsfirmen über das Netz gefunden hatte, schrieb ich meine Bewerbung. Ich verwies auf mein großes handwerkliches Geschick, meine Bastelerfahrung und meine hervorragende Ausdauer. Nach dieser Einleitung erklärte ich, dass ich gerne Pappsteigen für das Unternehmen bauen würde. Ich bot an, im Werk ein paar Muster zusammenzubrauen und wollte meine Arbeit dann mit nach Hause nehmen. Gut, in dem Punkt hatte ich die Sache wenig bedacht, denn ich hätte mit einem Lkw vorfahren müssen, um mir genügen Arbeit mitzunehmen. Im Anschreiben erwähnte ich nur einen Pkw-Kombi. Aber ich denke, wenn ich auf den Lkw verwiesen hätte, wäre die Sache kaum anders gelaufen. Ich bekam schon nach wenigen Tagen Antwort, aber die die meisten Briefe verstand ich einfach nicht. Man freute sich über den Humor, den ich mit meiner Bewerbung bewiesen habe. Ich habe mich doch nicht als Witzeerzähler beworben. Andere bestätigten mir, sich köstlich amüsiert zuhaben, man empfahl mir, weiter zu machen. Eine Firma fragte, ob es sich um eine neue Variante von versteckter Kamera handeln würde. Aber bei einem Unternehmen landete ich einen Treffer. Man bat mich zum Vorstellungsgespräch. Der Personalchef meinte, er habe mich unbedingt kennenlernen wollen, denn soviel Humor habe er selten erlebt. Erfand es köstlich, dass ich mich auf eine Stelle als Maschine beworben habe. Ob ich im Monat mit einem Liter Maschinenöl als Bezahlung zufriedengeben würde, fragte er mich. Anschließend stellte er mir die Maschine http://www.somic.de/maschinenprogramm/weiteres-somic-portfolio/steigenaufrichter.html vor. Er schlug mir wirklich ein Probearbeiten vor, wenn ich es schaffe wenigstens halb so viele Steigen aufzubauen wie die Maschine, ansonsten würde er mich einstellen, hier diese Maschine zu bedienen, das wäre auch ein sehr sinnvoller Job. Na, das Angebot nehme ich doch glatt an.

 

 

29.12.13 17:45, kommentieren

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Hiermit bewerbe ich mich als „Steigenaufsteller“

Die Sache mit der Maschine die Pappsteigen bastelt, lässt mir keine Ruhe. Ich glaube nicht an bastelnde Maschine, Ufos und den Weihnachtsmann. Auch der Osterhase ist mir suspekt. Die Hasen und Weihnachtsmänner kenne ich in Stanniol verpackt aus dem Supermarkt. Weihnachtsmänner gibt es auch vom Studentenschnelldienst. Jedes Jahr neu und in die gleichen albernen Kostüme gekleidet, die Coca-Cola sich vor Jahrzehnten mal ausgedacht hat. Angeblich lebt der Kerl auf dem Nordpol, aber dort hat ihn keines der Forscherteams jemals entdecken können. Allerdings sind einige der Forscher nie vom Nordpol zurückgekommen, könnte also sein, dass diese ihm begegnet sind. Auf jeden Fall dürfte der Weihnachtsmann in den dünnen Kostümchen dort erfrieren. Wieso rede ich hier vom Weihnachtsmann? Ich wollte etwas anderes erzählen. Bastelnde Maschinen, die aus flachem Karton Stiegen basteln, darum geht es doch. Mein Chef meint, er habe so was schon mal gesehen http://www.somic.de/maschinenprogramm/weiteres-somic-portfolio/steigenaufrichter.html. Er ist sich sicher, dass es den Beruf des Steigenaufstellers nicht gibt, dass es sich um Maschinen handelt. Aber mal ehrlich, wer sollte so eine komplizierte Maschine entwerfen, wenn es Tausende von Arbeitslosen gibt, die so was zusammenbasteln. Die Tätigkeit erscheint mir sogar recht interessant und kreativ. Vermutlich arbeitet man im Team zu zweit. Einer klappt die Kartonstücke entlang der Falze auf, der andere verklebt alles mit Heißkleber. Könnte sogar was für Heimarbeiter sein. Leichte Basteltätigkeit von zu Hause wie Kugelschreibermontage, Zusammenbau von Steigen und so weiter. Ich suche mir die Adresse einer Verpackungsfirma und bewerbe mich einfach auf gut Glück. Wer weiß, vielleicht wird es mein neuer Job.

29.12.13 17:45, kommentieren